Low-CodeGlossarLow-Code bezeichnet die Entwicklung von Apps und Automatisierungen mit visuellen Baukästen statt klassischer Programmierung. Fachbereiche liefern schneller lauffähige Lösungen — IT und Governance bleiben für Sicherheit, Lizenzen und Betrieb nötig. bedeutet: Geschäftsabläufe und Anwendungen entstehen vor allem über Drag-and-Drop, Vorlagen und wenig handgeschriebenen Code. Im Microsoft-Umfeld stehen dafür vor allem Power Apps, Power Automate und verwandte Power-Platform-Bausteine. Eng verwandt ist No-Code (noch weniger Technik) — in der Praxis verschwimmen die Grenzen.
Warum Mittelstand darauf setzt
Klassische IT-Backlogs sind lang. Low-Code erlaubt Citizen Developern im Fachbereich, Formulare, Freigaben, Mobile-Apps und Integrationen in Tagen statt Monaten zu liefern. Typische Quick Wins: Urlaubsanträge, Inventarlisten, Angebotsfreigaben, Benachrichtigungen aus SharePointGlossarSharePoint ist die Dokumenten- und Intranet-Plattform in Microsoft 365. Für Copilot und unternehmensinterne KI ist sie die zentrale Wissensquelle — mit Sites, Bibliotheken und Berechtigungen, die Antworten und Sichtbarkeit steuern. oder ERP-Anbindungen über Konnektoren.
Was Low-Code nicht ersetzt
- Architektur und Datenmodell: schlecht modellierte Apps skalieren nicht
- Sicherheit und Compliance: ohne DLP, Umgebungen und Rechte entsteht Schatten-IT
- ALMGlossarApplication Lifecycle Management beschreibt den strukturierten Umgang mit Entwicklung, Test und Deployment von Anwendungen. In der Power Platform bedeutet ALM: Solutions, Environments, Pipelines und Quellcodeverwaltung statt Direktbearbeitung in Production. und Betrieb: Wer wartet die App, wenn der Maker das Unternehmen verlässt?
- Komplexe Kernsysteme: ERP-Kernlogik gehört selten komplett in eine Canvas-App
Erfolgreiche Programme koppeln Low-Code an ein leichtes Center of Excellence: Umgebungen, Vorlagen, Review-Schwellen, Lizenzüberblick.
Low-Code und KI
KI beschleunigt Low-Code weiter: Formulare vorschlagen, Flows aus Beschreibung erzeugen, Dokumente auslesen, Agenten anbinden. Dadurch steigen Tempo und Governance-Bedarf — dieselben Datenflüsse erreichen plötzlich generative Modelle. Low-Code ohne Leitplanken multipliziert Risiken nur schneller.
Abgrenzung
| Ansatz | Typische Stärke |
|---|---|
| No-Code / Low-Code | Fachnahe Apps und Workflows, hohe Geschwindigkeit |
| Pro-Code | komplexe Domänenlogik, Performance, tiefe Individualsoftware |
| RPA | UI-Automatisierung bestehender Systeme ohne API |
Low-Code ist ein Liefermodell, kein Freifahrtschein an der IT vorbei. Die besten Ergebnisse entstehen, wenn Fachbereich baut und IT den Rahmen setzt.